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"Verwandelt durch Jesus Christus" (08.-15.01.2012)
Die Allianzgebetswoche wurde vor über 150 Jahren eingeführt.
Sie wird heute in über 70 Ländern rund um den Erdball von den
Evangelischen Allianzen veranstaltet. Sie ist der am längsten bestehende
Zusammenschluss evangelisch gesinnter Christen verschiedener Gruppen-
und Gemeindezugehörigkeiten.
In Europa wird das Programm in jedem Jahr von einer anderen nationalen Allianz erarbeitet. Für 2012 waren das die Allianzen
der französisch sprechenden Christen in der Schweiz, in Frankreich und Belgien, und das Generalthema der Gebetswoche ist
"Verwandelt durch Jesus Christus".
Dazu schreibt Jürgen Werth (Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz und Direktor des Evangeliums-Rundfunks in Wetzlar):
„Komisch!“ sagte meine Oma. „Man wird ganz anders!“
Was war passiert? Ihr Enkel war nach Wetzlar gezogen. War Redakteur beim Evangeliums-Rundfunk
geworden. Was Oma schade gefunden hatte. Denn nun konnte sie ihn nur noch selten sehen. Was aber
irgendwie auch ganz praktisch war. Denn sie konnte ihn hören. Der "Junge" nämlich machte nun Radiosendungen.
Und die schafften es bis in ihre kleine Dachwohnung im Sauerland.
Also fing Oma an den ERF zu hören. Und Opa auch. Um den Jungen zu hören. Aber irgendwann war das
nicht mehr der einzige Grund. Das Programm aus Wetzlar hatte seinen festen Platz im Tagesablauf der
beiden alten Leute gefunden. Und dann sagte Oma diesen Satz. Eines Tages. "Komisch!
Man wird ganz anders!"
Durch den ERF? Nein, wohl eher durch das Wort Gottes,
das da Tag für Tag ausgestrahlt und ausgelegt
wurde. Sie waren vorher keine Atheisten gewesen,
beileibe nicht. Aber Gott war ihnen doch nie so nahe
gekommen, dass sie "mein Gott" hätten sagen können.
Nun konnten sie.
Irgendwann sind beide mit diesem Gott eingeschlafen.
Und im selben Moment, da bin ich ganz sicher,
in einem anderen Leben, einer anderen Welt wieder
aufgewacht.
Menschen werden anders, wenn sie es mit Gott zu
tun bekommen, mit seinem guten Wort. Menschen
werden verwandelt, wenn ihnen der Gekreuzigte und
Auferstandene begegnet.
Das wollen wir bedenken in dieser Woche. Davon
wollen wir einander erzählen. Dafür wollen wir Gott
danken.
Und ihn gleichzeitig bitten, dass er damit nicht
aufhört. "Ein Christ ist im Werden und nicht im Gewordensein",
schreibt Martin Luther. Was ein Ernüchterungssatz
ist! Nie sind wir fertig. Nie ist er fertig
mit uns. Was aber vor allem ein Hoffnungssatz ist!
Für uns, für unsere Gemeinden, für die Evangelische
Allianz! Nichts muss so bleiben wie es ist.
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